Sport demonstriert Solidarität bei Sportwetten-Gespräch
June 18, 2012
Die Präsidenten von DOSB, DFB und DFL haben am Donnerstag mit Ministerpräsidentenbzw. den Chefs der Staats- und Senatskanzleien von elf Bundesländern in Berlin einenintensiven Meinungsaustausch über die Neuregelung von Sportwetten geführt. Dabeisetzten sich DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach undLigapräsident Dr. Reinhard Rauball gemeinsam für die Stärkung des gemeinnützigenSports durch eine Beteiligung an den staatlichen Einnahmen in Höhe von einem Drittelein. “Wir freuen uns, dass das vorgestellte Solidarmodell zwischen gemeinnützigem undprofessionellem Sport bei unseren Gesprächspartnern auf positive Resonanz gestoßen ist.Jetzt muss die Stärkung der Finanzierungsgrundlage des gemeinnützigen Sports in denLändern auch gesetzlich geregelt werden”, erklärte DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach.
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagte: “Das Gespräch hat uns ermuntert, den Dialogintensiv fortzusetzen. Der gesamte Sport steht bei diesem Thema in engem Schulterschlusszusammen. Der Wunsch nach einer Beteiligung an den Einnahmen aus Sportwetten istnicht nur inhaltlich folgerichtig, sondern ein starkes Zeichen der Solidarität. Die Gelder sollenunseren Landesverbänden für die Arbeit an der Basis zugeführt werden.”
Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball erklärte: “Ohne den Fußball gäbe es den Wettmarkt inseiner heutigen Form nicht. Wir freuen uns, dass dieser Zusammenhang und die Leistungdes Fußballs auch von der Politik gesehen und konstruktiv diskutiert werden. Mit demVerzicht auf eine Beteiligung an staatlichen Einnahmen dokumentiert der professionelleFußball sein
Verantwortungsbewusstsein und seine Solidarität mit dem gemeinnützigenSport.”
Dabei wiesen die Vertreter des professionellen und des gemeinnützigen Sports auf dieNotwendigkeit hin, die Neuregelung auch praxistauglich zu fassen. “Keinesfalls dürfen durchrestriktiv ausgestaltete Richtlinien für den Internetzugang und die Werbung neue Hürdenaufgebaut werden, die das Ziel einer Kanalisierung der privaten Veranstalter in den legalenMarkt gefährden. Zudem muss abgesichert werden, dass die zusätzlichen Einnahmennicht einfach mit der bestehenden Sportförderung verrechnet werden”, sagte DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper.
